Fête des Lumières - das Highlight des Jahres in Lyon
Donnerstag 7.12.2006
Am Mittwoch Abend kam mein erster Besuch dieses Wochenendes - Sascha. Er war mit dem Auto gekommen, um mein Gepäck nach Hause zu nehmen. Vielen Dank dafür, es war nämlich nicht wenig. Nun habe ich nur noch wenige Dinge da, die ich wirklich brauche, wie mein Computer beispielsweise. ;-)Zusammen mit einigen Erasmusstudenten aus Deutschland und Holland erkundeten wir die beleuchtete Stadt.
Wunderschönes Lichterspektakel an Fouvière-Hügel.Im Vordergrund rechts die Kirche St. Jean, oben drüber Notre Dame de la Fouvière.

Freitag, 8.12.2006
Meine Mutter und mein "Gotti" reisten an diesem Tag extra für die Fête des Lumières mit dem Bus an. Schliesslich hatte ich lange davon vorgeschwärmt.Leider regnete es bei ihrer Ankunft in Strömen. Die Vorhersagen fürs Wochenende waren nicht besser.
Wir besuchten zuerst ein Seidenweber-Museum, wo man die alten Maschinen noch in Aktion bewundern konnte. Früher waren in Croix Rousse, einem Stadteil von Lyon, tausende von Seidenweber und anverwandte Berufe angesiedelt. Man spricht etwa von 40000 Beschäftigten in der Seidenboomzeit. Napoléon verschaffte Lyon den nötigen Aufschwung indem er die Seide als Kleidungsstück "einführte". Die Weberei von Hand ist sehr anstrengend und unendlich komplex. Tausende von Fäden waren bei der Maschine eingespannt, was mich ziemlich beeindruckte. Ich sprach dann den "Guide" auf die Schweiz an, ob sie früher auch für die Textilindustrie in St. Gallen produziert hätten. Da entgegnete er mir, dass Basel vor Lyon ein bedeutender Seidenweberstandort war und die Technik mit welcher die Webmaschine arbeite "à la Zurichoise" heisse.. ;-) Vive la Suisse!!!!
Am Abend nach einer feinen Pizza begaben wir uns in Richtung Zentrum, um das Lichtspektakel zu bewundern.
Das Hôtel de Ville im Innenhof: Speziellste Beleuchtung, wirkte fast wie angemalt.. Einmalig schön!!!

Samstag, 9.12.2006
Ideal zur Fête des Lumières streikten die TCL (Transports Communals de Lyon) wieder einmal. Keine Métro, kein Bus und keine Trams fuhren an diesem Tag. Ideal, um sich die Stadt anzuschauen. GRRRRRRRR... Naja, wir wussten uns einigermassen zu helfen.. Taxis waren auch keine verfügbar, da wir nicht die Einzigen waren, welche eines benötigten.
Alternative Fortbewegungsmittel wenn keine ÖV fahren. Queen Christine and Entourage auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt ;-)
Am Weihnachtsmarkt kamen wir an einen Stand mit Nikolaus-Mützen.. Meine Mutter bevorzugte den Christbaum ;-) Doch, steht ihr eigentlich noch gut, wäre ev. ein potentielles Weihnachtsgeschenk :-DDanke für die Genehmigung dieses Bild veröffentlichen zu dürfen, Mami ;-)
Vom Weihnachtsmarkt kamen wir eigentlich nicht mehr weg. Wir brauchten 1.5 h bis wir wieder zu Hause waren. Zum laufen war es zu weit, ÖV gab es nicht und Taxis waren sehr rar. Die Strassen waren verstopft und als wir dann endlich ein Taxi erwischten, standen wir lange im Stau. Ich ärgerte mich sehr, schliesslich wollte ich meiner Mutter und meiner Tante viel von der Stadt zeigen, was so überhaupt nicht möglich war. Ich war so wütend, dass ich mich sehr auf die Rückkehr in die Schweiz freute, da dort kaum jemals so was passieren könnte! Manchmal ist Frankreich schlimmer als jede Bananenrepublik!! ;-)
Nach der Ankunft in meiner Wohnung hofften wir, dass nun Murphy's Law genug für heute zugeschlagen hatte. Doch wir hatten uns zu früh gefreut. Sascha's Racletteofen hatte einen 3 Pol-Stecker, welcher in Frankreich nicht funktioniert. Es blieb uns also nicht übrig uns am Samstag um 17.30 Uhr ins Menschengemenge im Centre Commercial Part Dieu (gleich bei mir) zu stürzen. Zum Glück fanden wir dann im zweiten Laden einen Adapter, welcher dann auch funktionierte. Das Nachtessen war also gerettet.
Nach einiger Verspätung genossen wir ein feines Raclette mit Patricia und ihrem Freund Beni!

Danach machten wir uns wieder auf die Suche nach neuen Lichtspektakeln..
Nach unzähligen lustigen Fotos mit den Quallen und der Schwierigkeit der langen Belichtung und des "Nichtbewegens" kehrten wir etwas fröstelnd in eine Bar ein..










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